Liebesgedichte und Liebeslyrik

Liebesgedichte

Hier findest Du die schönsten Liebesgedichte für Deinen Liebsten, Deine Liebste. Lass Dich von diesen Gedichten inspirieren.

Es gibt wohl auf Erden nichts schöneres, als sich zu verlieben oder die Liebe von jemandem zu spüren. Liebe ist eine der Kräfte, gegen die man sich nicht wehren kann – weder mit dem Kopf, noch mit dem Herzen. Die Liebe ereilt Dich oft unverhofft und meist total unvorbereitet. Kein Wunder, dass ein gebrochenes Herz umso mehr schmerz. Jeder von uns hat wohl in seinem Leben auch schon mal Liebeskummer verspürt – ein Schmerz, den Du mit der letzten Faser Deines Körpers spüren wirst.

Leider ist es in den letzten Jahren nicht mehr en vogue, Liebesgedichte zu schreiben. Grosse Dichter und Poeten haben in der Weltgeschichte aber immer wieder wunderschöne Gedichte geschrieben, um das Gefühl um die Liebe, die Verliebtheit zu umschreiben. Wir haben für Dich hier die schönsten Liebesgedichte gesammelt. Lass Dich von diesen Sprüchen inspirieren und schreibe doch Deiner Liebe einen schönen Liebesbrief.

Liebesgedichte – wunderschöne Gedichte und Sprüche über die Liebe

Gedicht #1:

Du bist der See, ich bin der Strahl,
der glitzernd steigt aus Dir zum Glück
und immer schimmernd fällt in Dich zurück.
Du bist der Wald, ich bin der Stern,
der zwischen allen Ästen steht
und durch das Dunkel wie die Hoffnung geht.
Du bist die Hostie, ich der Priester,
der stündlich Dich zerbricht und spendet
und ewig neu an alle Welt verschwendet.
Du bist die große Gottesstille
und ich ihr Wille.
– Siegfried Kawerau

 

Gedicht #2:

Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein.
Je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.
– Angelus Silesius

 

Gedicht #3:

Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
Mein Herz kann nimmer ruhen,
Als nur in deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
Als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
So ganz auf immer dein.
– Theodor Storm

 

Gedicht #4:

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
in schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
zum Tode betrübt –
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.
– Johann Wolfgang von Goethe

 

Gedicht #5:

Ich hab das “Ich” verlernt und weiß nur: wir.
Mit der Geliebten wurde ich zu zwein,
und aus uns beiden in die Welt hinein
und über alles Wesen wuchs das Wir.
Und weil wir Alles sind, sind wir allein.
– Rainer Maria Rilke

 

Gedicht #6:

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
– Heinrich Heine

 

Gedicht #7:

Zweifle an der Sonne Klarheit,
Zweifle an der Sterne Licht,
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit,
Nur an meiner Liebe nicht.
– William Shakespeare

 

Gedicht #8:

Ich liebe dich, weil ich dich lieben muss,
Ich liebe dich, weil ich nichts anders kann,
Ich liebe dich nach einem Himmelschluss,
Ich liebe dich durch einen Zauberbann.

Dich lieb’ ich, wie die Rose ihren Strauch,
Dich lieb’ ich, wie die Sonne ihren Schein,
Dich lieb’ ich, weil du bist mein Lebenshauch,
Dich lieb’ ich, weil dich lieben ist mein Sein.
– Friedrich Rückert

 

Gedicht #9:

Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit.

Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,
den jeder Tag erreicht im Lampenschein
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt.

Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt.

Mit allem Lächeln, aller Tränennot
und allem Atem. Und wenn Gott es giebt,
will ich dich besser lieben nach dem Tod.
– Rainer Maria Rilke

 

Gedicht #10:

Die Liebe gleicht der Welle,
Die plätschernd sich erhebt,
Wer weiss, woher sie flutet,
Wer weiss, wohin sie schwebt.

Wer weiss, ob sie uns schaukelnd
Nicht sanft zum Hafen bringt,
Wer weiss, ob sie als Woge
Nicht unser Schiff verschlingt.
– Heinrich von Littrow

 

Gedicht #11:

Ich denk’ an dich…

Ich denk’ an dich, und meine Seele ruht
in dem Gedanken aus an dich,
dem Schiffer gleich, der aus bewegter Flut
zum stillen Hafen rettet sich.
Als wie am Tag ein wilder Vogel fliegt,
Waldaus, Waldein, nach seiner Lust,
doch bei der Nacht ins weiche Nest sich schmiegt,
so schmieg’ ich mich an deine Brust.
Ich ruh’ in dir, in deiner Liebe ruht
der Drang der Seele wild und scheu;
Unsicher ist des Lebensmeeres Flut,
Und du allein bist ewig treu.
– Friedrich Rückert

 

Gedicht #12:

Ich liebe dich, du Seele, die da irrt,
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestossen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen;
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.
– Christian Morgenstern

 

Gedicht #13:

Will eine Blume sich erneuen,
So muss sie ihre Frucht verstreuen;
Und will der Mensch in einem Herzen leben,
So muss er erst sein eignes Herz drum geben.
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Gedicht #14:

Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe? Sag!
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!“
Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war’s nicht, der’s geschah!“
Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb‘ am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist!“
Und wann ist Lieb‘ am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich: Wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“
– Friedrich Halm

 

Gedicht #15:

Ohne Liebe
lebe, wer da kann.
Wenn er auch ein Mensch schon bliebe,
bleibt er doch kein Mann.
Süsse Liebe,
Mach‘ mein Leben süss!
Stille nie die regen Triebe
sonder Hindernis.
schmachten lassen
Sei der Schönen Pflicht!
Nur uns ewig schmachten lassen,
dieses sei sie nicht.
– Gotthold Ephraim Lessing

 

Gedicht #16:

Die Liebe hemmet nichts,
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
Und drängt durch alles sich.
Sie ist ohn’ Anbeginn,
Schlug ewig ihre Flügel
Und schlägt sie ewiglich.
– Matthias Claudius

 

Gedicht #17:

Von allen Seiten drängt ein drohend Grau uns zu.
Die Luft will uns vergehen.
Ich aber kann des Himmels Blau,
kann alles Trübe sonnvergoldet sehen.
Weil ich dich liebe, dich, du frohe Frau.
Mag sein, dass alles Böse sich
vereinigt hat, uns breitzutreten.
Drei Rettungswege gibt’s: Zu beten,
Zu sterben, und „Ich liebe dich!“
Und alle drei in gleicher Weise
Gewähren Ruhe, geben Mut.
Es ist wie holdes Sterben, wenn wir leise
Beten: „Ich liebe dich! Sei gut!“
– Joachim Ringelnatz

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